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Prof. Dr. H.J. Kolb (Klinikum der Universität München, Med. Klinik und Poliklinik III - Großhadern, Leiter der Transplantationseinheit)

 

"Leukämie ist weder erblich noch ansteckend. Jeder kann daran erkranken, unabhängig vom Geschlecht oder Lebensalter. Der Name der Krankheit bedeutet "Weißes Blut". Leukämiekranke haben zu viele weiße Blutkörperchen. Diese haben zudem ihre Fähigkeit verloren, Krankheitserreger abzuwehren. Überdies verdrängen sie auf Grund ihrer hohen Anzahl die roten Blutkörperchen. Blutarmut und Blutungen sind die Folge.

 

Behandelt wird Leukämie durch Chemotherapie, die zuweilen mit einer Strahlentherapie kombiniert wird. So können gewisse Arten von Leukämie meistens kontrolliert und nicht selten sogar geheilt werden. Bei bestimmten Formen kann auch die Knochenmarktransplantation notwendig und dann die einzige Möglichkeit der Heilung sein. Kam vor 40 Jahren die Diagnose Leukämie noch einem Todesurteil gleich, haben die heute verfügbaren Behandlungsmethoden der Krankheit ihren Schrecken genommen."